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Liestal Frenkentäler Plus

14.12.2017

Am 30. November unterzeichnete Gemeindepräsident Heinrich Schweizer gemeinsam mit den Vertretern und Vertreterinnen der Gemeinden Bubendorf, Hölstein, Liestal, Lupsingen, Niederdorf, Ramlinsburg, Reigoldswil, Seltisberg und Ziefen eine Charta über die gemeinsame Zukunft als Region Liestal Frenkentäler plus.

Es war ein feierlicher Anlass an historischem Ort. Auf Schloss Wildenstein besiegelten die zehn beteiligten Gemeinden eine Charta über die gemeinsame Zukunft als Region Liestal Frenkentäler plus. Das plus steht einerseits für die Gemeinden auf den Höhenzügen und in den angrenzenden Tälern, andererseits dafür, dass die Region offen ist für Gemeinden, die noch nicht unterschrieben haben.
Die Unterzeichnung der Charta ist ein symbolischer Akt. Mit ihren Unterschriften bekennen sich diese Gemeinden zu einer vertieften regionalen Zusammenarbeit. Sie bekräftigen, die Ziele des im vorangehenden Projekt «Zukunft Frenkentäler» gemeinsam erarbeiteten Zukunftsbilds für die Region zusammen umzusetzen. Die Charta ist zwar noch kein Vertrag, schafft aber als von den Gemeinderäten beschlossene Absichtserklärung eine wichtige Verbindlichkeit für die künftige Zusammenarbeit.

In Regionen denken und handeln
Dass dieser Zusammenschluss wichtig ist für die Zukunft, konnten die Anwesenden an diesem Abend immer wieder hören. Zum Beispiel von Botschafter Eric Jakob, Leiter der Direktion für Standortförderung beim Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO): Auch in einer globalisierten Welt sei das Lokale wichtig, aber es brauche die richtige Grösse, um handlungsfähig zu sein. Das Anliegen des SECO sei ein attraktiver Wirtschaftsstandort Schweiz und deshalb brauche es wettbewerbsfähige Regionen, die Wertschöpfung generieren. In diesem Sinne förderte der Bund das Projekt «Zukunft Frenkentäler» als Modellvorhaben für eine nachhaltige Raumentwicklung. Dies auch weil das Projekt für andere Regionen Modellcharakter hat.
Auch Regierungsrat Anton Lauber betonte in seiner Rede die Bedeutung der regionalen Zusammenarbeit als Stärkung der Gemeinden und freute sich, dass diese zehn Gemeinden «mit einem Superbeispiel für den ganzen Kanton» vorangehen. «Die Regionen sind das künftige Bollwerk der Gemeindeautonomie», sagte er in Erinnerung daran, dass er als ehemaliger Gemeindepräsident stets für die Stärkung der Gemeinden einsteht.

Die nächsten Schritte
Im Rahmen des Projekts «Zukunft Frenkentäler» wurden ein realistisches Zukunftsbild für die Region Liestal Frenkentäler plus sowie daraus abgeleitete Strategien und Massnahmen erarbeitet. Eine Arbeitsgruppe mit Vertretern aus allen zehn Gemeinden soll nun die Region Liestal Frenkentäler plus vorantreiben. Als erstes wird sie Vorschläge für die zukünftige Organisation der regionalen Zusammenarbeit entwickeln sowie die erste Regionalversammlung vom Samstag, 16. Juni 2018 vorbereiten. Sie soll zudem das Pflichtenheft einer Agentur ausarbeiten, die sich professionell um die Zusammenarbeit und um regionale Projekte kümmern soll. Schon jetzt haben verschiedene Gemeinden begonnen, an gemeinsamen Lösungen zu arbeiten, zum Beispiel an einem regional einheitlichen Zonenreglement Siedlung oder an überkommunalen IT-Lösungen. Das ist ein deutliches Zeichen, dass es in der Region Liestal Frenkentäler plus vorwärtsgeht.

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